Schweren Herzens geht's bei Prachtwetter weg vom EBC, weiter ganz in den Westen Tibets, wo wir nun am tibetischen Plateau immer über 4600m an den schneebedeckten Berge des Himalaja entlang fahren.
Sensationelle Landschaften, See und Sanddünen, wunderschöne Wolken!
Kurzer Stop am Lake Manasarovar, einem heiligen See der Buddhisten und Hindus.
Von Darchen (4560m) aus starten wir dann am 6.7. die 3tägige Kora um den Mt Kailash, den heiligen Berg der Buddhisten und Hindus, da hier angeblich Shiva wohnt.
In Summe werden es 49km bzw 1300hm sein - klingt nicht so spektakulär im Vergleich zu so manch anderer Wanderung zuhause, doch mit Schlafsack, viel warmer Kleidung und Wasser im Gepäck und immer über 4700m sieht's dann schon anders aus. Es wird sicher auch Gründe haben, dass jeder von uns für den Notfall eine Dose Sauerstoff von den Guides bekommt...
Es ist jedenfalls eine wunderschöne Wanderung:
Erste Übernachtung ist beim Kloster Dira-puk auf 4900m, in einer Blechhüttensiedlung.
Die Gegend um den Kailash entschädigt für alles:
Der 2. Tag ist der anstrengendste, zumal es über zwei Pässe geht, von denen der zweite (Drölma-la Pass) 5630m hoch ist - der höchste Punkt, auf dem ich je gestanden bin!!
Und es ist so kalt hier oben, dass ich tatsächlich alles anziehen muss, was ich mitgeschleppt habe! :-)
Abstieg an einem kleinen See und Gletscher vorbei ins Lham-chu Khir river valley.
Den Yakbuttertee und die Jause im Verpflegungszelt hier haben wir uns wohlverdient.
... Und währenddessen läuft Pasang noch mal zum Pass hinauf um sicherzustellen, dass ja alle gut drüber kommen...
Die zweite Übernachtung haben wir beim Kloster Zutul-Puk auf 4700m, und der 3. Tag ist lockeres Aus-Gehen zurück nach Darchen.
Bis auf Ian, der schon am ersten Abend w.o. gegeben hat, haben es alle geschafft, auch das ältere indische Paar aus Australien, für das - als Hindus - die Kailash-Kora aus religiösen Gründen eine ganz besondere Bedeutung hat.
Und auch hier wieder faszinierend, wie die Tibeter diese Kora absolvieren: die einen machen sie in einem einzigen Tag, die anderen im "drei- Schritte-dann-zu-Boden-werfen-und-wieder-aufstehen" Modus, und die Frau mit dem ca 3 Jahre alten Kind am Rücken war ja ehrlich gesagt mein "Zugpferd".
Und so machen wir uns "nach erfüllter Mission" - und nach der Kora angeblich von allen Sünden gereinigt ;-) - auf die dreitägige Rückfahrt nach Lhasa.
Freitag, 15. Juli 2016
Friendship Highway & Everest Base Camp (1.7.-4.7.)
Für elf Tage geht's nun in den Süden und den Westen Tibets, mit den Highlights Friendship Highway, Everest Base Camp und 3tägiger Kora (Pilgerwanderung) um den Mt Kailash.
Unsere Gruppe ist bunt zusammen gewürfelt aus ziemlich welterfahrenen Individualreisenden: Lihi aus Israel, Devraj - einem Inder aus Neuseeland, Dennis aus Australien (mit österreichischen Großeltern), Vasily - einem Ukrainer aus New York, Ian - einem englischen Hindu, der in China lebt, und mir.
Der wichtigste Mann an Bord unseres Minibusses - natürlich nebst dem Fahrer - ist Pasang, unser tibetischer Tourguide,
Wir fahren zusammen mit einer weiteren Gruppe von 12 Personen, in deren Bus nebst tibetischem Guide Penpa und Fahrer auch noch ein chinesischer Polizist mit an Bord ist - angeblich zu Überwachung der Einhaltung der Verkehrsregeln... (welche Verkehrsregeln er auf der 3tägigen Kailash-Umwanderung kontrolliert hat bleibt unserer Fantasie überlassen... oder evtl gehört so ein Outdoor-Einsatz auch einfach nur zum Incentive Programm der chinesischen Polizei?)
Überwachung ist auch sonst allgegenwärtig: Polizei- und Militär-Checkpoints ca alle 2 Stunden - dein Reisepass wird dein bester Freund hier, und Pasang ist immer mit einer ganzen Einkaufstasche voll mit Dokumenten/Permits für unsere Gruppe unterwegs.
An den ersten beiden Tagen fahren wir am Friendship Highway, der Shanghai via Lhasa mit Kathmandu verbindet, Richtung Südwesten/Nepal. (Der Grenzübergang nach Nepal ist ja nach dem Erdbeben im Frühjahr 2015 nach wie vor gesperrt)
Erstes Highlight: der Yamdrok Yumtso Lake:
Am Karo-la Gletscher auf 5050m wird die Luft erstmals ordentlich dünn ;-)
Gyantse (3980m): Pelkhor Chöde Monastery / Gyantse Kumbum:
Tashilhunpo Monastery in Shigatse, Sitz des Penchen Lama, der "Nr.2" nach dem Dalai Lama.
Sakya - Monastery - war im x.Jh mal für kurze Zeit Hauptstadt von Tibet - und ich hab jetzt schön langsam genug tibetische Kloster gesehen 😉
Am Gyatso-La Pass (5248m) gäbe es erstmals einen Blick auf den Mt Everest, leider aufgrund des schlechten Wetters nur theoretisch... Na hoffentlich wird das noch was...
Und siehe da: der nächste Tag beginnt sonnig mit wenigen Wölkchen, wir schrauben uns über eine sehr beeindruckende erst ein Jahr alte Strasse 900hm hoch
auf einen weiteren Pass, von wo aus ich also endlich Mt Everest, Cho Oyu und Makalu sehen kann - ein zutiefst ergreifenden Moment, der wieder ein paar Freudentränen fordert :-)
Nächste Station ist das Zeltlager beim Rongpu Kloster, wo wir auf 5000m übernachten.
4km spaziert man von hier hoch zum
Everest Base Camp auf 5200m.
Und der geographische Höhepunkt meiner Reise präsentiert sich sogar kurz ohne Wolkenhaube, was lt Pasang eine absolute Seltenheit ist - lucky me!! :-)
Unsere Gruppe ist bunt zusammen gewürfelt aus ziemlich welterfahrenen Individualreisenden: Lihi aus Israel, Devraj - einem Inder aus Neuseeland, Dennis aus Australien (mit österreichischen Großeltern), Vasily - einem Ukrainer aus New York, Ian - einem englischen Hindu, der in China lebt, und mir.
Der wichtigste Mann an Bord unseres Minibusses - natürlich nebst dem Fahrer - ist Pasang, unser tibetischer Tourguide,
Wir fahren zusammen mit einer weiteren Gruppe von 12 Personen, in deren Bus nebst tibetischem Guide Penpa und Fahrer auch noch ein chinesischer Polizist mit an Bord ist - angeblich zu Überwachung der Einhaltung der Verkehrsregeln... (welche Verkehrsregeln er auf der 3tägigen Kailash-Umwanderung kontrolliert hat bleibt unserer Fantasie überlassen... oder evtl gehört so ein Outdoor-Einsatz auch einfach nur zum Incentive Programm der chinesischen Polizei?)
Überwachung ist auch sonst allgegenwärtig: Polizei- und Militär-Checkpoints ca alle 2 Stunden - dein Reisepass wird dein bester Freund hier, und Pasang ist immer mit einer ganzen Einkaufstasche voll mit Dokumenten/Permits für unsere Gruppe unterwegs.
An den ersten beiden Tagen fahren wir am Friendship Highway, der Shanghai via Lhasa mit Kathmandu verbindet, Richtung Südwesten/Nepal. (Der Grenzübergang nach Nepal ist ja nach dem Erdbeben im Frühjahr 2015 nach wie vor gesperrt)
Erstes Highlight: der Yamdrok Yumtso Lake:
Gyantse (3980m): Pelkhor Chöde Monastery / Gyantse Kumbum:
Tashilhunpo Monastery in Shigatse, Sitz des Penchen Lama, der "Nr.2" nach dem Dalai Lama.
Sakya - Monastery - war im x.Jh mal für kurze Zeit Hauptstadt von Tibet - und ich hab jetzt schön langsam genug tibetische Kloster gesehen 😉
Am Gyatso-La Pass (5248m) gäbe es erstmals einen Blick auf den Mt Everest, leider aufgrund des schlechten Wetters nur theoretisch... Na hoffentlich wird das noch was...
Und siehe da: der nächste Tag beginnt sonnig mit wenigen Wölkchen, wir schrauben uns über eine sehr beeindruckende erst ein Jahr alte Strasse 900hm hoch
auf einen weiteren Pass, von wo aus ich also endlich Mt Everest, Cho Oyu und Makalu sehen kann - ein zutiefst ergreifenden Moment, der wieder ein paar Freudentränen fordert :-)
Nächste Station ist das Zeltlager beim Rongpu Kloster, wo wir auf 5000m übernachten.
4km spaziert man von hier hoch zum
Everest Base Camp auf 5200m.
Und der geographische Höhepunkt meiner Reise präsentiert sich sogar kurz ohne Wolkenhaube, was lt Pasang eine absolute Seltenheit ist - lucky me!! :-)
Xining (24.-27.6.)
Nach der Hitze und den sommerlich-touristischen vier Tagen in der faszinierenden Innenstadt und und der Umgebung von Xi'An präsentiert sich mir mein nächster Stop Xining schon eher von der herben Seite: Temperatursturz auf ca 20°C (bei leichtem Regen), ein nicht besonders gemütliches Bett und ein für mich undurchschaubares Stadtbussystem (...bei nicht wirklich vorhandenem Stadtkern) sind zunächst nicht wirklich prickelnd.
Hauptgrund der 2 Tage Aufenthalt hier ist die Akklimatisation für Tibet: Xining liegt auf ca 2200m am nordöstlichen Tibetischen Plateau, und von hier weg werde ich mit der Qinghai-Tibet-Bahn nach Lhasa fahren.
Am Samstag kann ich kurzentschlossen mit einem Kollegen aus dem Guesthouse auf einen Tagesausflug zum Qinghai See (Lake Kokonor) und komme so auch gleich mal auf 3400m hoch. Das Wetter spielt leider nicht ganz mit, daher gibt es leider keine guten Fotos (Interessierte finden sicher was Schönes mit Google! ;-) )
Aber dafür konnte ich hautnah erleben, wie Tourismus auf chinesisch geht, mit Verkleiden fürs Foto, auf ein armes Yaks sitzen fürs Foto, Posen in der Blumenwiese etc
Für mich sehr überraschend war, dass es hier - wie in der Mongolei - Riesen-Sanddünen neben einem blitzblauen See gibt, nur mit dem Unterschied, dass hier ein Highway und drei Hochspannungsleitungen vorbeigehen und auf den Dünen vom Dünensurfen über Quadfahren bis zu Bogenschiessen alle möglichen touristischen Aktivitäten angeboten werden....
Am Abend kommen wird gerade rechtzeitig zum Abendgebet zur grossen Moschee. Es ist eine Wahnsinnsatmosphäre, die Leute - also: die Männer und die Kinder, denn Frauen sind hier keine anzutreffen... - sind alle total interessant an uns Fremdlingen und bieten Wassermelone und getrocknete Pflaumen an bis zum Abwinken.
In der Provinz Qinghai gibt es eine sehr viele Moslems, es ist generell ein sehr interessanter Mix aus Han - Chinesen, Tibetern, Uighuren, etc und ihren jeweiligen Religionen (und soweit ich beurteilen kann in einem harmonischen Miteinander). Ich könnte hier stundenlang Menschen bzw Gesichter beobachten. Das ist der große Pluspunkt bei den diversen Bus- und Bahnfahrten!
Am Sonntag muss zuerst eine wichtige Aufgabe erledigt werden: meine Tibet-Einreisegenehmigung vom e-mail Anhang auf ein Blatt Papier zu bringen, denn nur mit diesem Papier darfst du überhaupt in den Bahnhof rein. Gar nicht so einfach, wenn sich dein Chinesisch auf 10 Wörter beschränkt, die Übersetzungs-App offenbar nicht übersetzt was du eigentlich meinst, und du von einem Copy-Shop zum nächsten geschickt wirst, aber wenn du dann endlich einen "willigen" gefunden hast ist alles easy! ;-) Geht ja alles, manchmal muss man halt ein bisschen Geduld mitbringen...
Dafür geht's dann am Abend bei der Friseurin umso schneller: Ein Foto des Gewünschten sagt mehr als 1000 Worte - alte Binsenweisheit! - und auf geht's! Preis für Waschen-Schneiden-Fönen: 2 EUR ;-)
Den Sonntagnachmittag verbringe ich beim Kumbum - Kloster etwas ausserhalb der Stadt. Eine riesige buddhistische Tempelanlage, in der auch ca 1000 Mönche leben, nur der chinesische Tourismus-Wahnsinn ist leider auch hier voll im Gange.
Abhilfe verschafft eine kleine Wanderung auf die Hügel hinter dem Kloster, wo eine himmlische Ruhe herrscht und ich den Sonnenschein genießen kann.
Also bin ich am Ende mit Xining doch etwas versöhnt, man muss halt nur wissen was, wie und wo - und das Wetter auf seiner Seite haben.
Hauptgrund der 2 Tage Aufenthalt hier ist die Akklimatisation für Tibet: Xining liegt auf ca 2200m am nordöstlichen Tibetischen Plateau, und von hier weg werde ich mit der Qinghai-Tibet-Bahn nach Lhasa fahren.
Am Samstag kann ich kurzentschlossen mit einem Kollegen aus dem Guesthouse auf einen Tagesausflug zum Qinghai See (Lake Kokonor) und komme so auch gleich mal auf 3400m hoch. Das Wetter spielt leider nicht ganz mit, daher gibt es leider keine guten Fotos (Interessierte finden sicher was Schönes mit Google! ;-) )
Aber dafür konnte ich hautnah erleben, wie Tourismus auf chinesisch geht, mit Verkleiden fürs Foto, auf ein armes Yaks sitzen fürs Foto, Posen in der Blumenwiese etc
Für mich sehr überraschend war, dass es hier - wie in der Mongolei - Riesen-Sanddünen neben einem blitzblauen See gibt, nur mit dem Unterschied, dass hier ein Highway und drei Hochspannungsleitungen vorbeigehen und auf den Dünen vom Dünensurfen über Quadfahren bis zu Bogenschiessen alle möglichen touristischen Aktivitäten angeboten werden....
Am Abend kommen wird gerade rechtzeitig zum Abendgebet zur grossen Moschee. Es ist eine Wahnsinnsatmosphäre, die Leute - also: die Männer und die Kinder, denn Frauen sind hier keine anzutreffen... - sind alle total interessant an uns Fremdlingen und bieten Wassermelone und getrocknete Pflaumen an bis zum Abwinken.
In der Provinz Qinghai gibt es eine sehr viele Moslems, es ist generell ein sehr interessanter Mix aus Han - Chinesen, Tibetern, Uighuren, etc und ihren jeweiligen Religionen (und soweit ich beurteilen kann in einem harmonischen Miteinander). Ich könnte hier stundenlang Menschen bzw Gesichter beobachten. Das ist der große Pluspunkt bei den diversen Bus- und Bahnfahrten!
Am Sonntag muss zuerst eine wichtige Aufgabe erledigt werden: meine Tibet-Einreisegenehmigung vom e-mail Anhang auf ein Blatt Papier zu bringen, denn nur mit diesem Papier darfst du überhaupt in den Bahnhof rein. Gar nicht so einfach, wenn sich dein Chinesisch auf 10 Wörter beschränkt, die Übersetzungs-App offenbar nicht übersetzt was du eigentlich meinst, und du von einem Copy-Shop zum nächsten geschickt wirst, aber wenn du dann endlich einen "willigen" gefunden hast ist alles easy! ;-) Geht ja alles, manchmal muss man halt ein bisschen Geduld mitbringen...
Dafür geht's dann am Abend bei der Friseurin umso schneller: Ein Foto des Gewünschten sagt mehr als 1000 Worte - alte Binsenweisheit! - und auf geht's! Preis für Waschen-Schneiden-Fönen: 2 EUR ;-)
Den Sonntagnachmittag verbringe ich beim Kumbum - Kloster etwas ausserhalb der Stadt. Eine riesige buddhistische Tempelanlage, in der auch ca 1000 Mönche leben, nur der chinesische Tourismus-Wahnsinn ist leider auch hier voll im Gange.
Abhilfe verschafft eine kleine Wanderung auf die Hügel hinter dem Kloster, wo eine himmlische Ruhe herrscht und ich den Sonnenschein genießen kann.
Also bin ich am Ende mit Xining doch etwas versöhnt, man muss halt nur wissen was, wie und wo - und das Wetter auf seiner Seite haben.
Lhasa (28.6.-30.6.)
Lhasa! Mit einigen Malen um- und aussteigen bin ich nun tatsächlich per Bahn von Gleisdorf bis aufs "Dach der Welt" gekommen, schon ein sehr spezielles Gefühl!
Doch die staatliche Überwachung beginnt alsgleich: als Ausländer (oder wie das hier genannt wird: Alien) kommst du nicht mal aus dem Bahnhof raus: als Erstes werden dir Pass und Tibet-Permit abgenommen, und dann heißt es erstmal (mit jeder Menge weiterer Aliens) warten bis in einem Nebengebäude alle Amtshandlungen erledigt werden.
In Lhasa darf man sich im Prinzip frei bewegen, aber die großen Sehenswürdigkeiten kann man nur in einer Gruppe mit einem Tourguide besuchen. Und überall sind Kameras, und an den wichtigen Plätzen bzw Straßen Security-Schleusen wie wir sie von Flughäfen kennen.
Am originellsten geht's in der Barkhor Street zu, wo hunderte/tausende tibetische Pilger und Touristen um den Jhokang Tempel marschieren, das Ganze eingehüllt in Rauch von Gerstengras/-Korn? und Räucherstäbchen und akustisch begleitet vom Gemurmel von Gebeten bzw Mantras.
Die richtigen Hardcore-Pilger machen dabei drei Schritte, heben dann die Hände vor Stirn, Mund und Brustkrebs und werfen sich dann auf den Boden, stehen wieder auf und dann das Ganze von vorne. Soll angeblich das Karma verbessern...
Bei den Sehenswürdigkeiten steht natürlich der Potala-Palast an erster Stelle. Ein wirklich beeindruckendes Gebäude mit Wurzeln aus dem 7.Jh (!!), das dank Zhou Enlais persönlicher Intervention auch vollständig von den Zerstörungen im Zuge der Kulturrevolution verschont geblieben ist.
In den ehemaligen Privatgemächern des Dalai Lama kommen mir die Tränen: wer "7 Jahre in Tibet" gesehen hat erinnert sich vielleicht an die Wissbegierigkeit und das Hobby des jungen Dalai Lama, Uhren zu reparieren - und original genau so wie im Film sieht es hier aus... da man nicht fotografieren darf, bleiben die Bilder eurer Fantasie überlassen :-)
Weiter geht es zum Jhokang Tempel, dem religiösen Zentrum des tibetischen Buddhismus.
Im Drepung Kloster, einer Riesen-Anlage am Hang über Lhasa, bekommen wir Einblick in das Alltagsleben der Mönche, ua beim Besuch der Küche, im großen Gebetssaal (Fotografierverbot...) oder beim Reinigen von Buddha-Figuren im Hof:
Im Sera Kloster gibt's noch einen besonderen Bestandteil des buddhistischen Mönchslebens zu bestaunen: das nachmittägliche Debattieren - über alle möglichen philosophischen Themen, mit lautstarkem Abklatschen :-)
Und zum Abschluss noch ein kitschiges Foto: Potala by night! :-)
Doch die staatliche Überwachung beginnt alsgleich: als Ausländer (oder wie das hier genannt wird: Alien) kommst du nicht mal aus dem Bahnhof raus: als Erstes werden dir Pass und Tibet-Permit abgenommen, und dann heißt es erstmal (mit jeder Menge weiterer Aliens) warten bis in einem Nebengebäude alle Amtshandlungen erledigt werden.
In Lhasa darf man sich im Prinzip frei bewegen, aber die großen Sehenswürdigkeiten kann man nur in einer Gruppe mit einem Tourguide besuchen. Und überall sind Kameras, und an den wichtigen Plätzen bzw Straßen Security-Schleusen wie wir sie von Flughäfen kennen.
Das Straßenbild im großteils tibetisch belassenen Ostteil der Stadt, in dem ich ca 15 Gehminuten vom Potala-Palast entfernt untergebracht bin, ist sensationell: so etwas habe ich noch nirgends erlebt: die Frauen in ihren traditionellen Gewändern und mit ihren Hüten, alle mit Gebetsketten bzw Gebetsmühlen unterwegs, viele mit Kindern am Rücken; die Fahrradrikschas, die Häuser, die winzigen Geschäfte in den verwinkelten Straßen...
Am originellsten geht's in der Barkhor Street zu, wo hunderte/tausende tibetische Pilger und Touristen um den Jhokang Tempel marschieren, das Ganze eingehüllt in Rauch von Gerstengras/-Korn? und Räucherstäbchen und akustisch begleitet vom Gemurmel von Gebeten bzw Mantras.
Die richtigen Hardcore-Pilger machen dabei drei Schritte, heben dann die Hände vor Stirn, Mund und Brustkrebs und werfen sich dann auf den Boden, stehen wieder auf und dann das Ganze von vorne. Soll angeblich das Karma verbessern...
Bei den Sehenswürdigkeiten steht natürlich der Potala-Palast an erster Stelle. Ein wirklich beeindruckendes Gebäude mit Wurzeln aus dem 7.Jh (!!), das dank Zhou Enlais persönlicher Intervention auch vollständig von den Zerstörungen im Zuge der Kulturrevolution verschont geblieben ist.
In den ehemaligen Privatgemächern des Dalai Lama kommen mir die Tränen: wer "7 Jahre in Tibet" gesehen hat erinnert sich vielleicht an die Wissbegierigkeit und das Hobby des jungen Dalai Lama, Uhren zu reparieren - und original genau so wie im Film sieht es hier aus... da man nicht fotografieren darf, bleiben die Bilder eurer Fantasie überlassen :-)
Weiter geht es zum Jhokang Tempel, dem religiösen Zentrum des tibetischen Buddhismus.
Im Drepung Kloster, einer Riesen-Anlage am Hang über Lhasa, bekommen wir Einblick in das Alltagsleben der Mönche, ua beim Besuch der Küche, im großen Gebetssaal (Fotografierverbot...) oder beim Reinigen von Buddha-Figuren im Hof:
Im Sera Kloster gibt's noch einen besonderen Bestandteil des buddhistischen Mönchslebens zu bestaunen: das nachmittägliche Debattieren - über alle möglichen philosophischen Themen, mit lautstarkem Abklatschen :-)
Und zum Abschluss noch ein kitschiges Foto: Potala by night! :-)
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